Von Mürefte nach Tekirdag

Mittwoch 20.8.: 23sm bis Tekirdag

Dieser Hafen ist ebenfalls eine Investitionsruine: schon viele einheimische Boote an Moorings, aber keinerlei Versorgung. Müll ohne Ende mit entsprechendem Gestank.

Da wir ja auch schon die 4 Tage in Mürefte kein Wasser bunkern konnte, bestellen wir mit „Händen und Füßen“ su (=Wasser) bei einem wohl selbst ernannten Captan Liman.

Es soll um 16:00Uhr per Traktor kommen.

Als um 16:30 Uhr sich nichts tut, frage ich 2 im Schatten eines abenteuerlich abgestützten Fischkutters sitzende Männer nach Abhilfe wieder mit Gestensprache und türkischem Langenscheidt-Wörterbuch

Wir kommen auf keinen gemeinsamen Nenner, aber sie laden mich zu einem Becher Whiskey ein. Da sie dabei lachen gehe ich von einem Scherz aus.

Das, wie Cay (Tee) aussehende, Getränk entpuppt sich tatsächlich als Whiskey und der Spaß der beiden bei meinem verdutzten Gesicht ist groß.

Whiskey bei über 30Grad im Schatten mitten am Nachmittag in einem muslimischen Land: ja wo gibt’s denn so was. Allah drückt wohl oft beide Augen zu!

Die Türkei mit ihren Gegensätzen überrascht uns immer wieder.

Das Wasser kommt dann schließlich um 18:00 Uhr. Der Hafenkapitän taucht auch wieder auf und will 50TL für Liegegebühr und 30TL fürs Wasser. Von meinen gegebenen 100TL (ca. 35,-€) sehe ich allerdings nichts mehr. Auch das ist türkische „Gastfreundschaft“.