Von Dubrovnik nach Tivat

Am 18.05. nehmen wir entgültig Abschied von Kroatien.

Mit 2 Tagen Verspätung heißt es morgens um 9:40 Uhr Mooring los. Ein erster Versuch, in Dubrovnik auszuklarieren scheitert. Man fühlt sich nicht zuständig. Also müssen wir Cavtat anlaufen, den südlichste Zollhafen Kroatiens, bevor man Montenegro passiert.

Um 12:30 Uhr laufen wir Cavtat an.

Das Ausklarieren, für meinen Mann ein Horor, genau wie das alljährliche Einklarieren, gestaltet sich dann auch wie immer hektisch und unkoordiniert.

Zumal wir noch zwei blinde Passagiere an Bord haben, (Kai und Katrin), die wir aus eben diesen Gründen für den einen Tag nicht mehr auf unsere Crew-Liste gesetzt haben. Also bleibt den beiden, um nicht gesehen zu werden, nichts anderes übrig, als im Schiff zu warten, bis die Aktion vorbei ist. Und die dauert diesmal etwa eine  geschlagene dreiviertel Stunde, weil wir nicht einsehen wollen, die ebenso erforderliche Jahresvignette für diesen einen Tag zu kaufen. Schließlich läßt man uns fahren. Katrin ist schon ganz schlecht.

Um 13:15 Uhr verlassen wir Cavtat.

Bei unruhiger See erreichen wir um 15:00 die Bucht von Kotor. Weil wir früh sind, machen wir dort erst noch eine gemütliche Rundfahrt bis zur Stadt Kotor,

Überragt von schwarzen Bergen: Am Ende eines fast 30 Kilometer langen Fjords der mazedonischen Adria liegt das mittelalterliche Städtchen Kotor. Kotor galt lange Zeit als Geheimtipp an der montenegrinischen Mittelmeerküste.
1979 zum Unesco Welterbe erklärt, wurde es kurz darauf von einem mächtigen Erdbeben völlig zerstört.

Kreuzfahrtschiffe, die das Meer zwischen Italien und dem Balkan durchziehen, haben es jedoch als attraktiven Ankerplatz auserkoren, auch wenn sie nur für wenige Stunden am Kai festmachen und die Passagiere die engen Gassen des Unesco-Weltkulturerbes füllen. Branco Marovic, ein pensionierter Lehrer, schwärmt von der Vergangenheit dieses natürlichen Hafens, der vor der gefürchteten orkanartigen Bora der Adria Schutz bietet. „Im 6. Jahrhundert war er eine byzantinische Festung, im 14. stand er in Konkurrenz mit den mächtigen Handelsrepubliken Venedig und Ragusa, dem heutigen Dubrovnik.“

 

Schon 1979 erkannte die Unesco den historischen Wert Kotors und wollte der Stadt den Status als Welterbe verleihen - dann richteten zwei Erdbeben schwere Schäden an. Die UN-Organisation blieb bei ihrem Beschluss, und mit internationaler Hilfe wurde die Stadt wieder nach alten Vorbildern aufgebaut. Spekulanten, die Betonklötze zwischen das alte Gemäuer setzen wollten, scheiterten am Widerstand der Denkmalschützer.

Tivat

Koordinaten: 42° 26′ 0″ N, 18° 41′ 30″ E

Das "Monaco" des Ostens

Porto Montenegro ist eine Luxusyacht-Marina samt angrenzender Waterfront- Entwicklung in Tivat, Montenegro.

Das teilweise noch in Bau befindliche Areal war vormals eine Werft in ehemaligem Besitz der Marine der SFR Jugoslawien, die nach dem Bürgerkrieg ihre Bedeutung verlor.

Porto Montenegro ist der erste umfassende hochmoderne Tiefwasser-Yachthafen in der Adria. Bei Fertigstellung wird er 600 bis 650 Liegeplätze für alle Größen anbieten – dabei werden mindestens 130 Plätze für Superyachten von 30 bis 150 m Länge vorbehalten. Das Angebot wird ergänzt durch Luxus-Appartements, Geschäfte, Restaurants und andere Sport- und Unterhaltungsmöglichkeiten.

Uns erwartet ein sehr guter Service, was sowohl die Hilfe beim Anlegen als auch das übliche Anmeldeprocedere anbelangt.

Etwas erstaunt ist die an Bord kommende Mitarbeiterin des Marinebüros, als anstatt der auf der kroatischen Crewliste 2 Personen, jetzt auf einmal 4 an Bord sind. Haben wir die in der Adria aufgefischt? Sie nimmt es aber so hin, was uns unnötige Erklärungen erspart.